Chronik

EINE STERNGOLFANLAGE WIRD GEBAUT

Josef Rickert(Bericht aus der Festzeitschrift 1995)

Der 03. August 1968 war ein wichtiger Tag in der Westfalia-Geschichte, denn an diesem Tag machte der damalige 2. Vorsitzende des Hauptvereins, Josef Rickert, den Vorschlag, auf dem städtischen Grundstück neben dem Freibad eine Sterngolfanlage zu bauen. Es war seinem Engagement zu verdanken, daß es zum Bau dieser Anlage kam, denn es gehörten eine Menge Mut, Überlegungen, Vorabstimmungen und Organisationstalent zur Umsetzung dieser Maßnahme.

Nach vielen vorhergehenden Besprechungen stimmte der Hauptvorstand am 03. Oktober 1968 über diesen Vorschlag ab. Fünf Anwesende stimmten für den Bau, zwei enthielten sich der Stimme. Es wurde beschlossen, sofort mit dem Bau zu beginnen.
Ein Pachtvertrag wurde mit der Stadt abgeschlossen, dann ging es an die Arbeit. Die Mitglieder der einzelnen Abteilungen wurden aufgerufen, kräftig zu helfen. Besonders die Fußballabteilung zeichnete sich hier aus. Unter anderm mußte ein Graben von 200 m Länge und 70 cm Tiefe für das Elektrokabel auf- und zugeworfen werden.

Die kath. Kirchengemeinde stellte die beiden auf dem Kindergartenspielplatz stehenden Holzgebäude zur Verfügung. Am 05. November 1968 wurden diese von der Baufirma Martin Reith mit einem Tieflader unter Polizeibegleitung nach Ütterlingsen gebracht. An dieser Aktion beteiligten sich ca. 40 Mitglieder unseres Vereines.

Leider war das Wetter sehr schlecht. Es regnete und schneite in den ganzen Monaten, in denen gearbeitet werden mußte. Tiefer Morast lag auf dem Platz und es konnte kein LKW bis an die Bahnen heranfahren. Deshalb mußte der ganze Beton mit Schubkarren bis an die einzelnen Stellen gefahren werden.
Hier muß besonders Sportkamerad Hermann Lemanczyk erwähnt werden, der jeden Abend zur Stelle war und dem es zu verdanken ist, daß alles so planmäßig verlief. Als Baufachmann erstellte er die Grundmauern für Kassen- und Aufenthaltsraum und legte die zahlreichen Betonplatten.


Bis zur Eröffnung der Bahn wurden über 4000 Arbeitsstunden von den Mitgliedern des Vereins geleistet.

Eröffnung der Anlage
Planmäßig am 29. Mai 1969 war das Werk vollendet. Am 30. Mai 1969, 18.00 Uhr, wurde die Bahn eröffnet. Als Gäste waren Bürgermeister Solmecke, Stadtdirektor Leven, Stadtbaumeister Schürmann und viele andere erschienen. Am 1. Juni 1969 wurde die Anlage für das Publikum freigegeben. Sie wurde von der Bevölkerung schon von Anbeginn gut angenommen.

An dieser Stelle soll allen Mitgliedern, die geholfen haben, noch einmal Dank gesagt werden für die viele Arbeit die geleistet worden ist. Der Verein kann stolz auf seine Sterngolfanlage sein. 1971 wurden noch eine Kläranlage und zwei Toiletten gebaut und 1973 eine Flutlichtanlage installiert. 1978 wurde das Clubheim der Sterngolfanlage erweitert und 1993 umgebaut und renoviert.

Abteilung Sterngolf
Mit großer Freude wurde die Sterngolfanlage am 30. Mai 1969 eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben.

Der Gedanke, eine neue Abteilung ins Leben zu rufen, war schon bei Baubeginn besprochen worden. So wurde am 23. Juni 1969 in der Freibadgaststätte in Ütterlingsen die Gründungsversammlung abgehalten. 15 Personen, die sich für Sterngolf interessierten, waren an diesem Abend erschienen.

Nach kurzer Debatte war die Gründung vollzogen, und ein Abteilungsvorstand mußte gewählt werden. Der Initiator der Sterngolfanlage, Josef Rickert, wurde als 1. Abteilungsleiter vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Obwohl er bereits politisch tätig und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Werdohl war, nahm er diese Wahl an.

Die Abteilung schloß sich sofort dem Sterngolfverband an. Es wurde fleißig trainiert. Im Herbst 1969 wurden schon die ersten Stadtmeisterschaften durchgeführt.

Ein reges Leben herrschte in der Abteilung und es wurden immer mehr Mitglieder aufgenommen. Weiterhin nahmen Mitglieder der Abteilung an den Meisterschaften des Sterngolfverbandes teil. Es wurden Turniere durchgeführt und viele Siege errungen. Innerhalb von zwei Jahren trafen uns zwei schwere Schicksalsschläge. Am 15. April 1971 verstarb im blühenden Alter von 20 Jahren unser Schriftführer Thomas Michael Krajewski und am 29. Mai 1973 verstarb unser 1. Abteilungsleiter Josef Rickert im Alter von 59 Jahren an einem Herzversagen. Zur Erinnerung und zum Dank für die viele unermüdliche Arbeit, die er für die DJK geleistet hat, führt die Abteilung Sterngolf in jedem Jahr ein Josef Rickert-Gedächtnisturnier durch.

Trotz der großen Trauer mußte die Arbeit im Verein und in der Abteilung weitergehen. Neuer Abteilungsleiter wurde Klaus Dowy. Ihm folgten in den weiteren Jahren Herbert Bogdahn, Max Koll, Udo Rademacher und Heinz Schneider.

Viele Siege, darunter mehrere Europameister- und Vize-Europameistertitel, wurden von der Abteilung inzwischen nach Werdohl geholt.
1994 stellte Frank Bernhard mit 21 Schlägen einen neuen Bahnrekord auf. Wer will diesen wohl brechen?

Im Jubiläumsjahr fungierte folgender Vorstand:
Heinz Schneider – Abteilungsleiter
Bernd Urban – st. Abteilungsleiter
Christa Urban – Geschäftsführerin
Udo Schmeling – Kassenwart
Jürgen Linde – Sportwart
Thomas Remscheid – st. Sportwart